Kontrollierte klinische Studien 

Thymian Studien

Die Verwendung von Thymian in der Heilkunde basiert hauptsächlich auf Erfahrungsberichten, wird jedoch immer mehr durch wissenschaftliche Nachweise gestützt.

Erfahrungsheilkunde und wissenschaftliche Nachweise

Kann die Naturheilkunde bei Heilkräutern wie dem Thymian zwar auf jahrhundertelange Erfahrungen zurückgreifen, so ist die Beschäftigung auf diesem Gebiet durch kontrollierte wissenschaftliche Studien noch nahezu in den Kinderschuhen. Wir wollen im Folgenden einen Überblick verschaffen, welche Heilwirkungen des Thymians durch kontrollierte Studien geprüft sind und welche auf Berichte der Erfahrungsheilkunde zurückgehen.

Studien zur Wirksamkeit von Thymian

Thymian und seine ätherischen Öle werden schon seit einigen Jahren nicht mehr nur von Naturheilkundlern und Aromatherapeuten eingesetzt. Thymian findet sich inzwischen auch in Präparaten und Medikamenten, die von Ärzten, die sich eher der klassischen Schulmedizin verschrieben  haben empfohlen werden. Besonders bei Erkältungskrankheiten, Husten und Bronchitis kommt Thymian zum Einsatz. Für medizinische Zwecke wird hauptsächlich der Echte Thymian (Thymus vulgaris) genutzt, der im Jahr 2006 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt wurde. Als Medikament kommt Thymian in Form von Kapseln, Tropfen, Säften oder Pastillen vor und ist häufiger Bestandteil von Kombinationspräparaten.

Die wirksamen Bestandteile des Thymians sind die im Kraut enthaltenen ätherischen Öle, Gerbstoffe und Flavonoide. Die ätherischen Öle wirken vor allem antiseptisch, die Gerbstoffe und Flavonoide wirken krampflösend und auswurffördernd. Zudem sind alle Wirkstoffe in der Lage, freie Radikale abzufangen.

Bei in-vitro Untersuchungen mit ätherischen Ölen des Thymians zeigten seine antimikrobielle Wirkung und das breite Wirkspektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien, Hefen und Pilze. Allerdings liegen noch keine Studien zur Übertragbarkeit dieser Ergebnisse auf den Menschen vor.

Wirkung bei Husten und Bronchitis

Über die Lungenbläschen kann eine Ausscheidung der Wirkstoffe des Thymians stattfinden und somit eine konzentrierte Wirkung am Erkrankungsort erfolgen. Hier kann vor allem die antimikrobielle Wirkung des Thymians einen positiven Effekt erzielen. Die auswurffördernde Wirkung des Thymians beruht wahrscheinlich auf der Aktivierung der Flimmertätigkeit des Bronchialepithels. Eine hustenstillende Wirkung wird über den Geruchssinn verbreitet. Darauf weisen Untersuchungen zur Abnahme von Husten nach der Aufnahme von Thymol über die Nase hin.

Die Daten zur Wirksamkeit von Thymian bei Husten und Bronchitis ist noch recht lückenhaft. Es fehlen kontrollierte klinische Studien über Thymian als Einzel-Therapeutikum. Allerdings gibt es kontrollierte Studien zu Thymian als Bestandteil von Kombinationstherapien mit Efeu- und Primelwurzelextrakt. In kontrollierten Doppelblindstudien wurde die Wirksamkeit im Vergleich zu Placebo-Präparaten bei akuter Bronchitis und Husten nachgewiesen werden.

Die Verträglichkeit von Thymian wurde durch Studien als gut bewertet. Sehr selten traten hier Nebenwirkungen und Reaktionen wie Atemnot oder Hautausschläge auf. Bei der inneren Anwendung kann es allerdings zu Beschwerden im Verdauungstrakt kommen, insbesondere bei höheren Dosierungen von Thymianpräparaten.

Fazit

Zusammenfassend noch einmal alle wichtigen wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungsfelder und die aus der Erfahrungsheilkunde stammenden Anwendungsgebiete des Thymians im Überblick:

Wissenschaftliche Studien

Erfahrungsheilkunde

  • Asthma bronchiale
  • Bakterielle Infektionen
  • Pilzinfektionen
  • Schmerzen
  • Viruserkrankungen
  • Wundbehandlung
  • Akne
  • Allergiesymptome (Heuschnupfen)
  • Angina
  • Angstzustände
  • Antriebsschwäche
  • Appetitmangel
  • Arthrose/Arthritis
  • Asthma bronchiale
  • Bakterielle Infektionen
  • Blasenentzündungen
  • Blutarmut
  • Dekubitus (Druckgeschwür)
  • Depressionen
  • Durchblutungsstörungen
  • Entschlackung
  • Entzündungen
  • Erkältungskrankheiten
  • Erschöpfung
  • Frostbeulen
  • Haarausfall
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzschwäche
  • Hypotonie
  • Immunstärkung
  • Insektenstiche
  • Intertrigo (nässende Hautentzündung)
  • Juckreiz
  • Karies
  • Konzentrationsstörungen
  • Läuse
  • Leberregulierung
  • Magen-Darminfektionen
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelverspannungen
  • Nervenschwäche
  • Nervöse Beschwerden
  • Otitis
  • Pilzinfektionen
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen
  • Sinusitis
  • Soorstomatitis
  • Stirnhöhlenentzündung
  • Stomatitis
  • Stress
  • Verbrennung
  • Verdauungsstörungen
  • Viruserkrankungen
  • Warzen
  • Windeldermatitis
  • Wundbehandlung



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